Do you want to see the world ?

und so.

Nachtzugen
undso

Wieviel Glück ich mit der Abteilbelegung der Transib hatte wird mit spätestens im Zug nach Kiev klar. Der Zug ist zwar ähnlich sauber wie die Transib und es gibt auch mal wieder einen Samowar, allerdings ist mir als ich mein Abteilnachbar kennenlerne gleich klar, einer von uns wird diese Nacht nicht so gut schlafen.


Ja, der russische Schiffscapitain ist es nicht. Gleich kurz nah halb zehn bietet er mir in gebrochenen englisch an, rauszugehen dass ich mich umziehen kann. Naja oder sagen wir.. Er bestimmt einfach, dass ich mich umziehe. Dann gleiches Spiel anders rum, ich geh raus, er zieht sich um. Ja und dann doch bitte Licht aus, ob ich noch lesen will? Interessiert ihn eher weniger.

Zum Glück ist er (wenn auch etwas unbehäbig) auf eines der oberen Betten geklettert, so dass wir im größtmöglichen Abstand zu einander liegen. Hilft allerdings bei dem Schnarchkonzert das keine 3 Minuten später einsetzt auch nicht wirklich.

Irgendjemand hatte mich noch ausgelacht, als ich mir um so einen fall sorgen machte.. Aber hilft ja nix, wird eben mit Musik 'geschlafen'. Treten trau ich mich in dem Fall nicht..

Mitten in der Nacht dann wieder Grenzübergang, bei der Ausreise sind die Russen sogar relativ schnell. Der Ukraine ist sich mit meinem Pass nicht ganz sicher stempelt ihn aber doch irgendwann.
Wirklich erstaunlich wie schnell manche Menschen einschlafen können..

Ankunft in Kiev, erstmal Tasche wegbringen und Ticket nach Warschau besorgen. Hier gibt's zwar mehr englische Schilder als in Moskau, allerdings sind die Reaktionen wenn man englisch spricht sichtlich genervt. Jeder einzelne seufzt erstmal herzlich wenn ich was frage und antwortet mir dann auf einer Sprache die ich nicht verstehe (russisch?ukrainisch?) Ticket Automaten gibt's leider auch keine, so dass ich erstmal eine halbe Stunde umher geschickt werde, bis ich dann doch am Schalter für internationale Tickets lande, puh was für eine Geburt.

Nach dem Frühstück geht's dann zum Sightseeing in die Stadt, schließlich hab ich ja sechs Stunden Zeit. Mein Elan mich ernsthaft auf die Stadt einzulassen ist aber irgendwohin zum Kaffee trinken verschwunden. Ich schaffe es nur bis zur Hauptstraße und dem Independence Square (glaub ich zumindest..) Die lustigen Taubenmenschen und Disneyfigueren reagieren auf mein Unvermögen ihre Sprache zu verstehen genauso genervt wie die Zugleute. Scheint hier das Frankreich des Ostblocks zu sein..


Da der Inhalt meines Rucksacks nach 7 Monaten irgendwie einer Altkleidersammlung gleicht verwandelt sich das Sightseeing ins bummeln und schließlich ins shoppen. Ehm ja, Sale Schilder haben fiese Wirkungen.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof gibt's noch ukrainische Dumplings, die ein bisschen fad schmecken, oder sind vielleicht meine geschmacksnerven ein bisschen abgestorben die letzen Wochen?!

Und im Bahnhof dann selbst wird mir dann klar, dass die Ukrainer einfach vielleicht ein bisschen anders ticken.. Zumindest haben sie ein tolles Verständnis von 24/7
=)

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Ein letztes mal Nachtzugen
undso

Der Zug aus Kiev nach Warschau ist auf den ersten Blick mein Favorit. Eine Bank ein Waschbecken ein Fenster. Und alles für mich alleine. Auf den zweiten Blick seh ich dann es gibt insgesamt 3 Betten und so betrachtet ist das Abteil doch ziemlich mickrig. Aber okay vielleicht bleib ich ja wirklich alleine?


Bis 2 Minuten vor Abfahrt glaube ich noch Glück gehabt zu haben. Dann kommt ein Mädel rein, kein englisch. Aber schön, dass sie sich mit der Schaffnerin unterhalten kann.. Wenn ich die gute Frau adressiere ernte ich nur Augenrollen.

Na gut zu zweit in dem Abteil geht wohl auch noch irgendwie klar. Aber meine Mitreisende zeigt mir auf Nachfragen ihr Ticket. Sie steigt wieder aus, sollte ich doch Glück haben?

Mir fallen immer wieder die Augen zu und die schlaflose Nacht und das Kievumherirren machen sich bemerkbar. Netterweise verschwindet das Mädel dann auf das obere Bett und ich Schlaf mehr oder weniger 5 Stunden durch und bin beim aufwachen immer noch erledigt. Aber dann steigt sie endlich aus und ich kann mein Nachtlager einrichten...

Um halb eins werd ich allerdings wieder geweckt und werde mal wieder mit polnischrussischukrainischem blahblah adressiert. Und ich meine erst es geht um den Grenzübergang. Aber oh Wunder auf meine englische Antwort kommt was verständliches zurück. Der Inhalt dessen passt mir allerdings gar nicht. Beide übrigen Betten sollen Belegt werden, was für mich wieder aufstehen bedeutet... Und der Grenzübergang steht ja auch noch bevor..

Und weil das nicht reicht werden auch wieder Räder gewechselt und ein Mechaniker sucht in unsrem Abteil irgendwas.. Ich mag zurück in die transib :-(

Naja weil die Nacht eh für den Eimer und ab sieben an Schlaf nicht mehr zu denken ist beschließe ich eine letze zugdusche aus der Wasserflasche zu nehmen, damit ich mich nicht ganz so abgerockt fühle. Wuah. Mit ohne warmem Wasser ist das nochmal ein ganz anderes Kaliber. Aber gewaschene Haare, unbezahlbar.

Irgendwann kommen wir dann 'an'. Allerdings nicht wie geplant an Central sondern irgendwo im polnischen nirgendwo. Statt einer Erklärung bekomm ich von der sympathischen Schaffnerin nur ein 'Out please!'. Hm. Dank der beiden Abteilmenschen weiß ich aber zumindest dass hier aus irgendeinem Grund Ende und sie sich ein Taxi nehmen. Hm schön, ich hab nur noch so gar kein Polengeld?!

Macht nix sie nehmen mich mit. Vorsichtshalber frag ich an der Station doch nochmal ob der Berlin Zug nicht hier losfährt.. Die Antwort ist viel Geseufze bevor ich ignoriert werde. Ist es eigentlich verwerflich englisch zu sprechen?! Da waren mir die Asiaten mit ihrem pragmatischen Hang zu helfen irgendwie lieber. Naja mein mitreisender rettet mich, bestätigt es gibt hier kein Zug nach Berlin, und wir steigen in ein Taxi. Wir kommen zur Central Station, er zahlt das Taxi, zeigt mir dann wo ich jemand finde der englisch spricht und fragt ob ich Geld für ein Ticket habe.. Als er sich verabschiedet und mir einen schönen Tag gewünscht hat, merke ich ich weiß noch nicht mal seinen Namen.. Mist.

Achja Ticketkauf in Polen ist auch eine Herausforderung und das mit dem englisch nur so eine leere Versprechung. Außerdem ist der Zug der in einer halben Stunde fährt voll, sogar die erste Klasse. Also mal wieder ziemlich lange warten. Achja.. Wie hab ich vor kurzem noch getönt? Was sind schon 5 Stunden?! Jajaja... Irgendwann nach viel Chai, bummeln, Kaffee und Sushi sind sie dann aber doch vorbei.. Und ich schultere meinen Rucksack (wann ist der eigentlich wieder so schwer geworden?!) und Steige in den Zug. Da hab ich dann noch eine kleine Auseinandersetzung mit einer Mutter die glaube die Weisheit erfunden zu haben, und sitze nun endlich halbwegs entspannt allerdings nicht auf meinem eigentlichen Platz, in einem Großwagen.

Der Vorteil wenn man wochenlang auf dem Heimweg ist? Es ist irgendwann echt egal wo man ankommt und ob man sich in die Nähe von Frankreich begibt. Man ist froh wenn man wieder ne Dusche hat und nicht mitten in der Nacht irgendwelchen grimmigen Menschen seinen Pass zeigen soll.

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Moskau
undso

6 Tage Zugen gehen irgendwie doch ziemlich schnell vorbei, und außer dass ich die Nudelsuppe irgendwann nicht mehr sehen kann, hätte ich nix dagegen gehabt wenn der Zug einfach noch 3 Tage weiter direkt nach Karlsruhe gefahren wäre, aber Mah kann auch nicht alles haben, scheint es. Und Moskau gucken muss ja auch irgendwie noch sein.

Leider bin ich dank kalter Nächte ziemlich angeschlagen als wir aus dem Zug aussteigen und hab nicht so recht Lust auf Sightseeing oder weiter Zugen.. Nach Hause beamen wäre jetzt eigentlich ziemlich fein.
Weil das aber leider nicht geht, Kauf ich lustige russische Zaubertabletten und hangel mich durch.

Ein bisschen Roter Platz, Kathedralen und Kremls.. Dank kalt und Regen aber trotzdem nur naja.. Was mich wirklich beschäftigt: warum lacht in einer Stadt in der man an jeder Ecke Eiskrem kaufen kann, eigentlich keiner?!

Abgesehen von fragwürdiger Mode ist der Fakt, dass hier wirklich jeder grunmelig aussieht das auffallendste. Seltsame Stadt. Sooo hässlich ist's hier eigentlich gar nicht.

Da ich nur einen einzigen russischen Satz sagen kann, der nicht so richtig zur Kommunikation taugt, und das englisch der Russen ähnlich schlecht ist, ist unsre Kommunikation leider sehr eingeschränkt, so dass ich sie leider nicht fragen kann wo der Schuh drückt. Naja in 3,5 stunden Steige ich auch schon wieder in den Zug, mal sehen ob ich in der Ukraine wen finde der mit mir lacht :)

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Russia Border crossing
undso

Der Grenzübergang nach Russland ist tatsächlich so scary wie ich mir das vorgestellt habe. Es laufen bestimmt 20 Russen durch den Zug und starren grimmig in unser Abteil, ohne jedoch auch nur ein Wort zu sagen. Dann irgendwann so 1,5 h später kommt eine Frau mit lustigen Apparat und nimmt sich unsre Pässe vor. Bzw erstmal die beiden englischen. Dann verwindet sie wortlos wieder. Ca 10 Minuten später ist sie allerdings zurück und kontrolliert nochmal die beiden englischen und dann auch meinen. Ein paar Minuten später wird dann fleißig gestempelt und ich bin offiziell eingereist. Aber weiterfahren dürfen wir deswegen noch lange nicht. Erst noch Abteil-Kontrolle. Aber wir haben Glück, keiner unserer Rucksäcke wird durchsucht.

Dann dürfen wir noch ein bisschen aussteigen.. Eigentlich ja was gutes.. Aber wann ist es so kalt geworden?! Ich kann meinen Atem sehen. Das ist doch jetzt nicht wahr oder?! Es ist Juli! Auch die Nacht wird dank offenem und klemmendem Fenster eisig und erinnert mich stark an so ein paar Nächte in einem campervan.. Deutschland ich hoffe du bist wärmer..

Beim aufwachen hat sich die Landschaft dann wieder geändert. Jede Menge Birkenwälder.

Ach und ja, I did it! Nein ich hab nicht mit dem Schaffner geschlafen. Ich hab beschlossen, dass der fürs antatschten kein Geld von mir bekommt. Stattdessen Gabs eine Dusche aus der Wasserflasche inkl. Haare waschen.

Wenn man will geht das alles, und es gibt schließlich schlimmeres ;)

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It's all about the Money
undso

Gestern wurde es mit dem Grenzübergang noch spannend. Erst kamen die Chinesen und sammelten Pässe ein und kontrollierten Gepäck, dann konnten wir unser letztes Chinageld in Bier und Schokolade investieren, dann wurden, während wir wieder im Zug waren, Fahrwerke gewechselt, dann wurde wieder zurückgefahren, dann kamen die Mongolen und sammelten Pässe ein und kontrollierten Gepäck und irgendwann gegen 2 Uhr morgens konnte man dann die Toilette wieder benutzen und endlich schlafen. Nach 2 Litern Bier beides dringend notwendig.

Sowohl die Chinesen als auch die Mongolen nehmen das mit dem Pass übrigens sehr ernst. Man wird erst ziemlich finster angestarrt und dann gefragt wie man heißt, na da kann ja quasi niemand illegal einreisen ;)

Heute dann also einmal durch Mongolia. Ich weiß jetzt auch wieso man den Wunsch hegen kann hier auf einem Pferd durchzureiten. Steht nun auch so halb auf meiner Liste. Aber dafür muss ich die noch um 'reiten lernen' erweitern ;D

Seit Ulaan Baatar ist unser Zug irgendwie ziemlich ausgestorben, in unsrem Wagen sind wir neben den 3 Schaffnern die einzig übrig gebliebenen und in der anschließenden 1.klasse sieht es ganz ähnlich aus.

Strom im Zug ist auch so eine Sache es gibt in der 2. Klasse zwar Steckdosen auf dem Flur, allerdings nur DC, womit meine Stecker nix anfangen können. In der 1. klasse hingegen gibt es richtige Stexkdosen, was mich auf die Idee bringt Freundschaft mit den dort Hinterbliebenen zu schließen. Klappt auch, allerdings kommt ein Schaffner, und ich Denk schon er will mir das verbieten, aber stattdessen schließt er mir ein anderes Abteil auf und lässt mich mein Handy da Laden. Nett von ihm.

Die verlassene 1. Klasse und der nette Schaffner bringen mich noch auf eine andere Idee. Vielleicht kann ich hier ja morgen Duschen? Ja ich weiß, das ist ein bisschen gecheatet aber der wohlfuhlfaktor macht das wett.

Herr Schaffner gibt mir zu verstehen, dass das mit dem richtigen Kleingeld gar kein Problem ist.cool. Nur sagen soll ich's keinem.
Mach ich natürlich trotzdem weil England würde das ja eh merken..

2 Stunden später, als ich mein aufgeladenes Handy wieder abhole, fragt er mich ob ich jetzt Duschen will, wir einigen und allerdings auf morgen, allerdings besteht er darauf mir die Dusche schon mal zu zeigen.
Tomorrow, tomorrow, pssst!
Jah und dann zieht er mich plötzlich an sich ran und versucht mich zu küssen. Uargh. Er hat das wohl nicht so ganz verstanden, dass ich einfach nur Duschen will. Alleine!
Ich mach mich schnell von ihm los, und versichere nochmal, dass ich morgen Dusche.. Und verschwinde dann möglichst schnell Richtung 2. klasse.

So was jetzt?! Ich kann das Abteil ja theoretisch abschließen, aber praktisch kann er das mit seinem Schlüssel wieder aufmachen. Ich kann allerdings sehr laut schreien..

Ist mir die Dusche das Wert?! Irgendwie nicht so richtig. Da wir aber wenn sowieso alle Duschen wollen, beschließen wir es morgen einfach zu probieren.. Jah. It's all about the Money..

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Transib - los geht's
undso

Nach dem totalen spartouri Programm in Beijing, mit ein bisschen verbotener Stadt, Mauer und Pekingente blieb mir eigentlich nur noch einkaufen und Rucksack umpacken.

Ja und dann nach einem schönen und bierreichen Abend eigentlich schlafen wollen. Aber wie so ein kleines Kind war ich viel zu aufgeregt. Ein bisschen weggedammert bin ich dann aber doch irgendwann, aber statt bis um fünf zu schlafen war ich natürlich ne halbe Stunde vor Wecker klingen Wach. Achja so ist das halt.
Zeit noch die ein oder andere Mail zu schreiben und dann das letzte mal für 6 Tage zu duschen. Uargh. Aber so wollte ich das so hab ich's bekommen. Mal sehen ob ich irgendwann meine Ideen vor ihrer Umsetzung zu Ende denke. Aber vermutlich eher nicht. Ist ja so auch irgendwie spaßiger ;)

Weil ich irgendwie noch zuviel chinageld habe und mit der Tasche voller essen auch zu viel Gepäck gönne ich mir den Luxus eines Taxis, hat auch den Vorteil dass ich noch ein bisschen was von Beijing sehe.

Uhm ja an der railwaystation ist alles ziemlich wuselig und riesig und außer meiner Zugnummer hab ich nicht wirklich plan was da auf den Anzeigetafeln steht. Aber muss ja auch nicht, die Zugnummer reicht um die richtige waitinghall zu finden.

Ich bin bei weitem nicht die einzige westliche Zugende und komm auch direkt mit ein paar backpackern ins Gespräch. Mein Highlight ist allerdings die Reisegruppe mit Chinesischer Tourguide. Da bin ich mal gespannt ob ich's nicht schaffe mit denen die nächsten Tage ins Gespräch zu kommen.

Irgendwann geht's dann zum Check in und schließlich auch zum Zug. Spannend. Ich Teil mir das Abteil mit 2 Engländern ein bisschen Jung aber ich hätte es schlimmer treffen können. Zb Vertreter meines lieblingslands oder so ;) außerdem haben die beiden nen Buchtick. Ich bin also mit englischen Büchern versorgt. Guter Start. Nach einer guten Stunde Fahrt bekommen wir dann überraschend noch jeweils zwei essensgutscheine. Damit hab ich nun echt nicht gerechnet. Aber cool :) wenn Suppe überbleibt bekommt ihr die als Mitbringsel. Lach

Ja ansonsten liegen wir hier nun rum schauen aus dem Fenster, dösen, hören Musik, und tun ziemlich effektiv gar nichts.

Achja die lustige Reisegruppe reist natürlich erste klasse, und was genau mein Dad mit reisen ala Dr. Schiwago gemeint hat weiß ich zwar nicht aber ich glaube so ähnlich hat das ausgesehen. =D

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Verbotene Städte und so
undso

Ankunft in Beijing. hmm.. seltsam und ungewohnt, dass die meine Taschen nochmal checken nachdem ich durch die Passkontrolle bin und dann nochmal bevor ich in die Ubahn steige, aber okay sollen sie halt.

Und dann Hostelsuche. Ja also irgendwie ist citymaps2go doch nicht unfehlbar. ich hätte mir die Wegbeschreibung nochmal durchlesen sollen. Verflucht. Ich Lande in einer ziemlich runtergekommenen Gegend in der niemand englisch spricht und die Hunde mich nicht so gerne mögen. Und ja weit und breit kein Hostel, obwohl ich quasi auf dem Punkt in meiner Karte stehe.. Mhm. Irgendwo in meinen Mails hab ich die chinesische Adresse.. Oder sollte ich doch versuchen ein wifi zu finden?

Uhm erstmal Schuhe wechseln, in flipflops tun die Füße gleich nur noch halb so sehr weh. Ja da das mit dem wifi finden natürlich in dieser Gegend nicht klappt muss doch irgendwie die Adresse herhalten. Nachdem ich von ca 50 Leuten ignoriert wurde und ungefähr 10 mir immer wieder eine Richtung zeigten schaffe ich es nach 1,5 stunden umherirren zum Hostel. Danke citymaps, das hostel ist auf der anderen Seite der großen Straße!

Ja und irgendwie ist es nach meinem sehr gemütlichen Check Inn in Hongkong auch irgendwie viel zu groß und sowieso ein bisschen blöd... Nein der Peking Start ist nicht so richtig gelungen. Nachdem ich aber Yvonne eine Mit-50erin aufgegabelt habe und wir frische Dumplings auf der Straße hatten ist's ein bisschen besser. Und wir beschließen die Verbotene Stadt zusammen zu machen.

Nachdem der wichtigste Tagespunkt (ausschlafen) erledigt war geht's mit der Ubahn Richtung verbotener Stadt, wieder Taschen checken lassen, sich über die Chinesen wundern, die ihr eigenes Ubahnticketkontrollsystem nicht verstehen und schließlich mit tausenden anderen Menschen durch die verbotene Stadt drängen.

Hm ja.. Also entweder ich hab irgendwas verpasst (was ich mal grundsätzlich nicht ausschließen würde..) oder es lag am fehlenden Guide.. Oder aber die Stadt ist schlicht und ergreifend stinke langweilig...

Wieder zurück im Hostel hab ich noch eine ganz andere Mission, ein Skypefähiges Wifi finden, weil das hier im Hotel ist denkbar ungeeignet. Wäre mir ja normalerweise egal, aber da ich morgen ein Jobinterview habe sollte die Verbindung einigermaßen brauchbar sein. Ähnlich wie bei der Hostelsuche gestern ist wieder umherirren angesagt. Meine erste Anlaufstelle ist McDonalds. Wird aber dank Ermangelung einer Chinahandynummer wieder gestrichen. Jah ich könnte mir eine Sim besorgen.. Aber mein Handy ist leider locked und ach.. Ich geh weiter umherirren. Meine letzte Hoffnung das Hotel in Nachbarschaft meines Hostels..

Die Mädels an der Rezeption verstehen zwar glaub ich kein Wort von dem was ich ihnen von Jobinterviews erzähle, sagen aber ich kann bleiben. Das schon mal gut. Und kann ich auch morgen wieder kommen? Ja also da müssen sie ihren Chef fragen.. Ich nehm das mal als ja und hoffe der Chef hat morgen Mitleid mit mir.. Wenn nicht.. Ja naja.. Dann seh ich dann weiter ;-)

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Zugen!
undso

Es ist vollbracht! :)
Heute morgen hab ich mein russisches Visa abgeholt. Sogar 2 Tage früher als eigentlich gedacht. Und ehm ja heute in einer Woche wohne ich quasi schon im Zug. Und dann lässt sich der Heimweg auch definitiv nicht mehr leugnen..

Seltsames Gefühl. Aber ich glaub ich freu mich. Und beim ankommen hätte ich dann gerne

Plakate, chai Tea, ne butterbrezel und Ballons. Vergesst bloß die Ballons nicht !

Ich meld mich dann vermutlich aus Russland wieder, so weil wegen chinazensur.

So lange, aus Ermangelung anderer Bilder.. Eins vom besten Sushi meines Lebens ;)

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Neues aus dem Irrenhaus
undso

Hm, was ein Glück, dass ich mich über nichts mehr aufrege und quasi in mir selbst Ruhe.. Sonst wurde ich hier glaub echt verrückt werden..

Aber von vorne. Freitag war endlich mein China Visa fertig. Dann musste ich irgendwie das Wochenende rumbekommen, was mit Strand und Bierfest nicht so schwer war. Gestern konnte ich dann endlich in die Mongolische Botschaft und auch mit ihnen ein Deal schließen, dass ich mein Visa heute morgen statt heute Nachmittag bekomme. Also alles im Zeitplan. Achja und irgendwie wärs auch günstiger als sie mir letzte Woche gesagt hatten..

Heute morgen bin ich dann natürlich Super pünktlich wieder bei der embassy, nur leider ist Frau Visa Officer nicht da und keiner weiß wann sie kommt und wo die Pässe sind, ich soll doch heute Mittag wieder kommen.. Wah, nein. Ich Brauch das doch jetzt damit ich noch zum Russen kann. Nein nein nein.. Ich bleib einfach hier sitzen und warte ob die gute Frau nicht doch noch kommt.. Wenn sie bis elf da ist sollte alles gut sein..
Es wird halb elf, viertel vor elf, elf... Fünf nach elf. Ich werde jetzt doch ein bisschen nervös...

Can I please have your recipe ?

Ohh. Haben sie die Pässe doch gefunden?! Tatsächlich. :) fünf Minuten später hab ich mein Pass mit Visa. Jetzt aber fix zu meinem russischen Freund. Der checkt meine Dokumente, erfreut sich an meiner Krankenversicherung und fragt dann ob ich normal oder Express will. Express natürlich!

Ich zahle und bekomme den Wisch zum abholen. Ehem, was?! Ich kann's morgen abholen?? Morgen? Hattest du mir nicht letzte Woche noch gesagt das dauert 3 Tage? Nein ich hab ihn das natürlich nicht gefragt.. Wir wollen ja so kurz vorm Ziel nicht noch alles aufs Spiel setzen... Und beschweren will ich mich jetzt sicher auch nicht.. Aber trotzdem.. Irgendwie sind die alle ein bisschen gestört. Und was soll ich jetzt mit all der zeit in Hong Kong anfangen? Mein Flug geht schließlich erst am Samstag? Vielleicht geh ich doch Mickey besuchen :)


Mahxterix?!
undso

Uhm, nachdem ich gestern ausführlich nachgedacht habe, einen Tag genauen Plan erstellt habe (was mir so generell irgendwie schon gegen den Strich geht), Dinge hin und her gedreht habe, habe ich beschlossen heute Tickets zu buchen.

Achja, mal wieder ist das nicht so einfach wie ich das gerne hätte. Frau Reiseagenturtante lässt mich erstmal über eine halbe Stunde warten, Geld möchte sie wohl eher nicht mit mir verdienen..

Dann die übliche Diskussion, das wir lieber noch nicht buchen weil wegen ich Brauch ja noch die Visa. Und ob ich wüsste wie das mit dem mongolischen Visa ist.. Ehm.. Das wollte sie doch für mich herausfinden ?! Uhm. Sie versucht zumindest mal da anzurufen.. Klappt natürlich nicht.

Na gut, da ich ja sonst nichts zu tun habe beschließe ich mal da vorbei zu gehen und das selbst auszuschecken. Hm klingt eigentlich einfach, was ich da höre. Und verglichen mit den anderen Ländern geht das Visa auch fix 24h. Nur das Ticket wollen sie auch sehen. Und zwischenstoppen darf ich nicht. Na gut, das hatte ich ja eh schon gestrichen.

Also wieder zurück zur Reiseagenturtante. Jetzt können wir doch endlich buchen? Nein ich soll doch lieber nochmal zum Russlandmann, und den Plan mit 2 Nächten Moskau absegnen lassen. Ok ok, der hat mich ja eh schon so arg gerne..

Ergebnis? Ich darf mit dem Transitvisa reintheoretisch gar nicht in Moskau übernachten. Und zwei Nächte schon gar nicht. Nein es gibt keine Möglichkeit, dass er mir dann das Visa gibt. Und eine? Ja das würde er machen. Ach das ist ja arg großzügig. Wo ist die Wand zum Kopf gegen schlagen?!
Meine Hoffnung ist nun, dass er sich an diese Aussage nächste Woche auch noch erinnert..

Wieder zurück zur Reiseagenturtante. Jetzt können wir doch sicher buchen??
Nein also, es könnte ja noch sein, dass mein China Visum nicht klappt. Argh. Die Frau macht mich wahnsinnig. Lieber erst Freitag buchen.. Ich geb auf. Soll sie halt Freitag buchen.. Irgendwie liegt das hier alles ja doch nicht in meiner Hand.


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